CEE ist ein wichtiger Talentmarkt für Schweizer Unternehmen

Mittel- und Osteuropa hat sich in vielen Branchen zu einem wichtigen Recruiting-Markt entwickelt. Insbesondere in IT, Engineering, Life Sciences und weiteren spezialisierten Funktionen finden Schweizer Unternehmen dort hochqualifizierte Fachkräfte. Gleichzeitig sind HR-Abteilungen mit Ausbildungssystemen, Hochschulen und Dokumenten konfrontiert, die sie aus dem Schweizer Alltag kaum kennen. Ein englischsprachiger Lebenslauf schafft zwar eine gemeinsame Sprache, löst aber nicht die Frage, wie ein Abschluss im jeweiligen nationalen Kontext einzuordnen ist. Genau deshalb gewinnt Education Verification beim Cross-Border Hiring an Bedeutung. Ziel ist nicht, ausländische Qualifikationen pauschal stärker zu hinterfragen als Schweizer Abschlüsse. Vielmehr geht es darum, bei allen Kandidaten eine vergleichbare Qualität der Entscheidungsgrundlage herzustellen – unabhängig davon, in welchem Land Ausbildung und Berufserfahrung erworben wurden.

Ein Diplom allein beweist noch nicht seine Wertigkeit

Digitale Dokumente lassen sich heute relativ einfach verändern oder optisch überzeugend nachbilden. Eine professionelle Prüfung sollte deshalb nicht allein darauf beruhen, ob ein hochgeladenes Diplom plausibel aussieht. Entscheidend ist die ausstellende Institution: Existiert sie, ist sie anerkannt und bestätigt sie den angegebenen Abschluss? Das Ausgangsdokument verweist in diesem Zusammenhang auf ENIC-NARIC und den Bologna-Prozess als wichtige Orientierung für die Einordnung europäischer Qualifikationen. Auch Studiendauer und ECTS-Punkte können Hinweise auf die Plausibilität geben. Dabei sollte jedoch nicht vorschnell aus einer ungewöhnlichen Konstellation auf eine Falschangabe geschlossen werden. Abweichungen sind vielmehr ein Anlass für eine vertiefte Verifikation. Das Ziel ist eine belastbare Bestätigung der Qualifikation und nicht eine automatisierte Bewertung nach Schweizer Erwartungen.

Diploma Mills sind auch in Europa ein Thema

Das Ausgangsdokument weist auf sogenannte Diploma Mills hin: Organisationen, die akademisch wirkende Titel oder Zertifikate anbieten, ohne dass dahinter eine reguläre Studienleistung beziehungsweise anerkannte Qualifikation steht. Dieses Risiko ist nicht auf einzelne Weltregionen beschränkt. Für Arbeitgeber ist deshalb die Akkreditierung der Institution mindestens so relevant wie die optische Echtheit des Dokuments. Gerade bei spezialisierten oder wenig bekannten privaten Bildungseinrichtungen sollte geprüft werden, welchen Status die Institution im jeweiligen Land hat und ob der angegebene Abschluss tatsächlich verliehen wurde. Eine direkte Bestätigung durch die Hochschule oder eine geeignete verifizierte Quelle ist wesentlich aussagekräftiger als eine reine Dokumentensichtung. So lässt sich vermeiden, dass formal überzeugende, aber inhaltlich nicht belastbare Qualifikationen ungeprüft in die Personalentscheidung einfliessen.

Sprache und lokale Dokumentkultur richtig einordnen

Internationale Verifikation ist auch eine sprachliche und kulturelle Aufgabe. Originaldokumente liegen häufig auf Polnisch, Rumänisch, Tschechisch oder in einer anderen Landessprache vor, während der Lebenslauf Begriffe auf Englisch verwendet. Dabei können Übersetzungen den Charakter eines Abschlusses oder einer Weiterbildung unbeabsichtigt aufwerten oder verändern. Dasselbe gilt für Arbeitsbestätigungen: Inhalt und Form entsprechen nicht zwingend der schweizerischen Zeugniskultur. Eine kurze Bestätigung von Funktion und Beschäftigungsdauer ist in einem Land möglicherweise völlig üblich und kein Hinweis auf eine schwache Leistung. Professionelle Background Checks sollten solche Unterschiede kennen und Informationen im lokalen Kontext interpretieren. Muttersprachliche beziehungsweise länderkundige Prüfung kann deshalb einen wesentlichen Mehrwert gegenüber einer rein automatisierten Übersetzung schaffen.

Validato prüft internationale Qualifikationen strukturiert

Validato führt Education und Employment Verifications weltweit im Rahmen der jeweils verfügbaren Möglichkeiten durch. Je nach Land und Institution erfolgt die Bestätigung über geeignete offizielle oder verifizierbare Quellen beziehungsweise direkt bei der ausstellenden Institution. Wo offizielle digitale Register nicht existieren oder ein direkter Zugriff nicht möglich ist, wird der Prozess entsprechend angepasst und transparent dokumentiert. Die Kandidatin oder der Kandidat erteilt vor dem Screening digital die notwendige Einwilligung und stellt erforderliche Informationen beziehungsweise Dokumente bereit. Für Schweizer Unternehmen entsteht dadurch ein einheitlicher Prozess, obwohl die zugrunde liegenden Bildungssysteme und Dokumente sehr unterschiedlich sein können. Das erleichtert Cross-Border Recruiting und schafft eine fundiertere Basis für die Beurteilung internationaler Qualifikationen.

Internationale Diplome professionell verifizieren

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