Rund 58,5 Prozent der Menschen in Österreich geben zu, schon einmal im Lebenslauf geschummelt zu haben – das zeigt eine Erhebung des Anbieters CVapp.de unter 3.000 Personen in Deutschland. Am häufigsten wird bei den eigenen Fähigkeiten übertrieben (78,6 Prozent), gefolgt von Angaben zum Gehalt (74,0 Prozent), zur früheren Stellenbezeichnung (57,9 Prozent) und zum Bildungsabschluss (51,8 Prozent). Für Personalabteilungen bedeutet das: Statistisch enthält fast jede zweite Bewerbung mindestens eine relevante Falschangabe.
Welche Lügen kommen im Lebenslauf am häufigsten vor?
Die Studie zeigt ein klares Muster: Kompetenzen werden aufgebläht, Gehaltsangaben nach oben korrigiert, Jobtitel aufgewertet und Bildungsabschlüsse beschönigt oder schlicht erfunden. Gerade Letzteres ist im hektischen Bewerbungsalltag mit einer kurzen Blickprüfung des eingereichten Dokuments kaum zuverlässig zu erkennen – insbesondere bei ausländischen oder digital eingereichten Zeugnissen.
Warum bleiben Falschangaben so oft unentdeckt?
Ein zentraler Grund: Viele Unternehmen haben schlicht nicht die Zeit oder die Prozesse, jede im Lebenslauf genannte Station systematisch zu verifizieren. Ein Anruf bei einer früheren Referenzperson, die Prüfung eines Abschlusses im Ausstellungsland oder der Abgleich einer Berufserfahrung mit dem tatsächlichen Arbeitgeber kostet Zeit, die im Tagesgeschäft oft fehlt. Das Ergebnis: Falschangaben bleiben faktisch folgenlos und lohnen sich für Bewerbende weiter.
Was steht für Unternehmen auf dem Spiel?
Ein falsch dargestellter Abschluss oder eine erfundene Vorerfahrung kann in sicherheitsrelevanten oder fachlich anspruchsvollen Positionen erhebliche Folgekosten verursachen – von Fehlbesetzungen über verlängerte Einarbeitungszeit bis zu Haftungsfragen, wenn eine formal vorausgesetzte Qualifikation tatsächlich fehlt.
Wie lässt sich ein Lebenslauf strukturiert verifizieren?
Statt sich auf die Angaben im Bewerbungsdokument zu verlassen, prüfen strukturierte Referenzchecks Ausbildungsabschlüsse, frühere Positionen und Referenzen direkt bei den ursprünglichen Quellen. Die einzelnen Module lassen sich unabhängig voneinander buchen und passgenau auf die jeweilige Position zuschneiden – von der Werkstudierendenstelle bis zur Führungsposition mit weitreichenden Befugnissen.
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